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Backup neu bewerten statt nur das Produkt austauschen

Veeam ist in vielen Unternehmen über Jahre gewachsen und bleibt in bestehenden Umgebungen zunächst ein wichtiger Bestandteil. Gleichzeitig kann eine Modernisierung der Virtualisierungsplattform der richtige Zeitpunkt sein, das gesamte Backup-Konzept neu zu bewerten.

Bei neuen Proxmox-Umgebungen setze ich Proxmox Backup Server aktiv als zentrale Backup-Komponente ein.

Proxmox Backup Server als Teil eines Gesamtkonzepts

PBS bietet eine sehr enge Integration mit Proxmox VE. Entscheidend ist für mich aber nicht allein das Produkt, sondern die Architektur darum herum.

Dazu gehören beispielsweise:

  • getrennte Backup-Berechtigungen
  • eigenes Backup-System außerhalb des produktiven Clusters
  • zusätzliche Backup-Copy auf ein unabhängiges Ziel
  • zweiter Standort, wenn sinnvoll
  • Offline- oder anderweitig getrennte Sicherungsebenen
  • Band als zusätzliche physisch getrennte Kopie
  • definierte Aufbewahrungszeiten
  • regelmäßige Restore-Tests

Bestehendes Veeam nicht zwangsläufig sofort ersetzen

In heterogenen Umgebungen kann es sinnvoll sein, Veeam zunächst für bestehende Systeme weiter zu betreiben und Proxmox Backup Server parallel für die neue Plattform einzusetzen.

Die passende Architektur hängt davon ab, welche Systeme gesichert werden müssen, welche Wiederherstellungszeiten erforderlich sind und welche unabhängigen Sicherungsebenen bereits vorhanden sind.

Wiederherstellung ist das eigentliche Ziel

Ein Backup-Konzept ist für mich erst dann vollständig, wenn geklärt ist, wie zentrale Systeme nach einem schweren Ausfall wieder anlaufen. Dazu gehören insbesondere Active Directory, Virtualisierung, Fileserver, Datenbanken und weitere geschäftskritische Systeme.

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